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Ein großer Schritt zum kleinen Fußabdruck

Römheld & Moelle führt CO2-Footprint auf allen Angeboten ein

Pressemitteilung | Lesedauer: min

Die Eisengießerei Römheld & Moelle in Mainz weist ab sofort neben dem Preis auch den CO2-Fußabdruck ihrer Gussteile in allen Angeboten und Auftragsdokumenten aus.

Die Gießerei, die Grau- und Sphärogussteile von 1 bis 38 t Stückgewicht erzeugt und auf Null- und Kleinserien spezialisiert ist, unterstützt damit seine Kunden in der Dekarbonisierung von Lieferketten.

Der Hintergrund: Alle großen europäischen Automobilhersteller haben sich zu Emissionsreduktion und ambitionierten Klimazielen verpflichtet[1]. Dabei rückt zunehmend die komplette Wertschöpfungskette in den Vordergrund – die direkte und indirekte Lieferkette macht einen Großteil der Gesamtemissionen eines Herstellers aus[2].

Parallel dazu wird sowohl auf Bundes- als auch auf EU-Ebene an Gesetzen zur Nachhaltigkeit von Lieferketten gearbeitet, die eine unternehmerische Sorgfaltspflicht für Umweltauswirkungen in Supply Chains rechtlich verankern.

Dekarbonisierung als Wettbewerbsvorteil

Beide Entwicklungen werden sich bald in Ausschreibungen und Scoring-Methoden niederschlagen. Zulieferer werden zunehmend nach Zertifikaten und Emissionsberechnungen gefragt werden; Emissionen belegen zu können (und diese zu verringern) wird dann zum Wettbewerbsvorteil.

Rudi Riedel, Geschäftsführer bei Römheld & Moelle, erklärt: „Wir arbeiten hart an der Reduzierung des Fußabdrucks unserer Gussteile. Dank der frühen Umstellung auf Elektro-Schmelzbetrieb können wir durch den Einkauf von Ökostrom unser Emissionsprofil stetig verringern.

Davon können unsere Kunden jetzt auch direkt profitieren, indem wir es ihnen ermöglichen, den Nachhaltigkeitsvorteil unserer Gussteile zu belegen. Für uns ist das zugleich Ansporn weiterzumachen. Nächste Station: 100% Ökostrom. Das wird schon nächstes Jahr Realität. Unser CO2-Fußabdruck wird sich damit ab 2023 nochmals um fast 90% gegenüber diesem Jahr verringern.“

Reduzierung statt Offsets

Laut einer Studie des Bundesumweltamtes entstehen circa 38% der Treibhausgasemissionen der vorgelagerten Wertschöpfungskette der Automobilindustrie direkt in Deutschland. Das heißt, im Gegensatz zu Kompensation und Offsets, hat echte Emissionsreduktion lokal und regional positive Effekte.

Bei Römheld & Moelle wird der in den Angeboten angegebene CO2-Fußabdruck nach dem Bilanzierungsstandard des Greenhouse Gas Protocols berechnet und umfasst alle Emissionen aus den Scopes 1 und 2 der Eisengießerei.

Im Jahr 2022 entfallen 12% der Gesamtemissionen auf direkte Emissionen aus Verbrennungsprozessen und flüchtiger Gase (Scope 1) und 88% auf indirekte Emissionen der eingekauften Energie und des verbrauchten Stroms zum Schmelzen der metallischen Einsatzmaterialien (Scope 2). Dank der Umstellung von koksgefeuerten Kupolöfen auf Induktion ist ein Großteil der Emissionen durch Änderung des Energiemixes anpackbar. Ein besonderer Deal mit ihrem Energieversorger erlaubt es der Gießerei 2023 und 2024 Strom 100% aus Wasserkraft zu beziehen.

Rudi Riedel schließt: „Kreislaufmetalle zu schmelzen, um daraus neue Gussbauteile herzustellen ist energieintensiv. Das lässt sich nicht ändern. Die Umweltrelevanz dieses Prozesses aber schon. Als energieintensives Unternehmen möchten wir frühzeitig einen Beitrag zur Erreichung der Pariser Klimaziele in der europäischen Gießerei-Industrie leisten. Allen, die für ihre Produkte Großgussbauteile benötigen, bieten wir damit die Möglichkeit, ihren Carbon Footprint in der vorgelagerten Wertschöpfungskette (Scope 3) erheblich zu reduzieren.“

[1] BMW will CO2-Emission der Lieferkette bis 2030 um 20% senken: https://www.bmwgroup.com/de/nachhaltigkeit/unser-fokus/co2-reduktion.html; VW verpflichtet Lieferanten zur Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen: https://www.volkswagenag.com/presence/nachhaltigkeit/documents/sustainability-report/2021/focus-topics/220310_VW_NB21_Lieferkette_DE.pdf; Mercedes will bis 2030 seine CO2-Emissionen um 50% senken: https://www.volkswagenag.com/presence/nachhaltigkeit/documents/sustainability-report/2021/focus-topics/220310_VW_NB21_Lieferkette_DE.pdf

2 https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2022-05-06_texte_56-2022_innovative_werkzeuge_lieferkette-branchenstudie_automobil.pdf

 


[1] BMW will CO2-Emission der Lieferkette bis 2030 um 20% senken: https://www.bmwgroup.com/de/nachhaltigkeit/unser-fokus/co2-reduktion.html; VW verpflichtet Lieferanten zur Nutzung von Strom aus erneuerbaren Quellen: https://www.volkswagenag.com/presence/nachhaltigkeit/documents/sustainability-report/2021/focus-topics/220310_VW_NB21_Lieferkette_DE.pdf; Mercedes will bis 2030 seine CO2-Emissionen um 50% senken: https://www.volkswagenag.com/presence/nachhaltigkeit/documents/sustainability-report/2021/focus-topics/220310_VW_NB21_Lieferkette_DE.pdf

[2] https://www.umweltbundesamt.de/sites/default/files/medien/1410/publikationen/2022-05-06_texte_56-2022_innovative_werkzeuge_lieferkette-branchenstudie_automobil.pdf

 

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