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Leichtes und kompaktes Getriebegehäuse von Honsel das neue Achtgang-Automatikgetriebe von ZF




Das neue Achtgang-Automatikgetriebe von ZF macht Fahrzeuge deutlich sparsamer. Honsel unterstützte ZF bei der gießereitechnischen Entwicklung des Getriebes und liefert leichte und kompakte Aluminiumgehäuse sowie die hochpräzisen Steuerteile zum Wechseln der Gangstufen. Die Komponenten stellt Honsel auf einer neuen, voll automatisierten Fertigungslinie her.

Bei der neuen Achtgang-Getriebebaureihe mit der Bezeichnung 8 HP 45 konnte ZF das Leistungsgewicht erhöhen und gleichzeitig den Verbrauch deutlich reduzieren. Verglichen mit der bereits verbrauchsoptimierten Sechsgang-Automatik von ZF wird der Kraftstoffverbrauch um sechs Prozent gesenkt. Das ist einerseits auf eine höhere Gesamtspreizung des neuen Getriebes zurückzuführen, die den Antriebsmotor immer in verbrauchsgünstigen Drehzahlbereichen hält, andererseits auf optimierte Drehmomentwandler. Zudem ist eine Start-Stopp-Funktion für den Antriebsmotor möglich, die weitere fünf Prozent Kraftstoff einspart. Mit dem hydraulischen Impulsspeicher (HIS) kann dabei erstmals bei einem Automatikgetriebe auf eine Zusatzpumpe verzichtet werden, die bislang den Öldruck des Getriebes bei abgeschaltetem Motor sicherstellen musste. Die hohen Schaltgeschwindigkeiten des 8 HP 45 sorgen dafür, dass Fahrdynamik und Fahrkomfort sogar noch erhöht werden. Dank des Baukastenkonzepts ist das Getriebe flexibel für viele Antriebskonfigurationen ausgelegt – vom Heck- über den Allradantrieb bis hin zu Hybridantrieben.


Nur 13 kg wiegt das von Honsel auf einer neuen, voll automatisierten Fertigungslinie produzierte Getriebegehäuse für ZF - und bietet Raum für das neue, schnell schaltende, äußerst sparsame 8-Gang-Getriebe ZF 8HP45.

Die hohe Funktionsdichte des Getriebes – der Bauraum ist gegenüber dem Sechsgang-Automatikgetriebe nahezu gleich – bedeutet, dass die einzelnen Bauteile mehr Funktionen übernehmen müssen. Dies stellt hohe Anforderungen an die gießtechnische Entwicklung der Bauteile für das neue Automatikgetriebe, die die Leichtmetallspezialisten von Honsel mit ihrer umfangreichen Erfahrung unterstützten. Dabei überprüften und optimierten sie beispielsweise die spätere Gießbarkeit von Getriebegehäuse sowie Ventilgehäuse und Ventilplatte, die zusammen das Steuergehäuse bilden. Ergebnis: ein sehr kompaktes und leichtes Getriebegehäuse von Honsel, das mit nur 13 Kilogramm annähernd genau so viel wiegt wie das alte. Auch die Ventilplatte und das Ventilgehäuse sind etwa so schwer und so groß wie beim Sechsganggetriebe, denn alle Funktionen für die Gangwechsel der acht Schaltstufen konnten auf demselben Raum untergebracht werden.

Die Getriebe- und Steuergehäuse für das neue Automatikgetriebe von ZF entstehen im Nürnberger Werk von Honsel in Aluminium-Druckguss. Alle Fertigungsschritte – vom Guss über die mechanische Bearbeitung und Entgratung bis hin zur Kontrolle des Bauteils – erfolgen auf einer voll automatisierten Produktionslinie. Honsel hat sie speziell für die neuen Getriebebauteile installiert. Im Vergleich zur bisherigen Fertigung von Getriebegehäusen verkürzt sie die Taktzeit erheblich.

Die komplexen Getriebebauteile stellen hohe Anforderungen an den gesamten Fertigungsprozess. So müssen bei der Ventilplatte und dem Ventilgehäuse die Wände der ausgegossenen lamellenförmigen Ölkanäle sehr enge Toleranzen einhalten, nur so lassen sich die kurzen Schaltzeiten und hohe Schaltgenauigkeit des Getriebes gewährleisten. Und das Getriebegehäuse muss beispielsweise in der Fertigung mit Ölkanälen versehen werden. Durch sie soll im späteren Betrieb Hydrauliköl fließen. Um aufwändige Bohrungsbearbeitungen am Bauteil zu vermeiden, werden vorgebogene Stahlrohre als Ölleitungen in das Gehäuse eingegossen. Je nach Getriebevariante legen Roboter ein bis zwei Rohre automatisch in die Gussform ein, bevor die Schmelze in die Form fließt.

Zur Qualitätskontrolle lässt sich der Fertigungsprozess aller Bauteile dank eines individuellen Codes lückenlos überwachen. Zudem setzt Honsel eine dreidimensionale Laserabtastung ein. Innerhalb des Fertigungstakts prüfen Roboter Oberflächengüte und Maßhaltigkeit aller Bauteile. Nach bestandener Endkontrolle liefert Honsel die Getriebegehäuse und Steuergehäuse aus dem Werk Nürnberg zur Endbearbeitung an ZF. Hinzu kommen Aluminium-Getriebeinnenbauteile, die vom französischen Honsel-Werk Fonderie Lorraine montagefertig an ZF gehen.


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