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StrikoWestofen: Neue Technologien für den Strukturguss

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Qualität und Effizienz im Dosierprozess: Unter diesen Gesichtspunkten optimiert die StrikoWestofen Group mit Stammsitz in Gummersbach ihre Westomat-Dosieröfen immer weiter. Als Resultat dieser Entwicklungsarbeit bietet der Hersteller thermischer Prozesstechnik nun eine Vielzahl von ergänzenden Technologien an, welche die Westomat-Dosieröfen noch leistungsfähiger machen: Ein verlängertes Steigrohr verhindert die Bildung von Oxidhäuten beim Transfer der Schmelze vom Dosierofen in die Druckgießmaschine. Eine zusätzliche Steigrohr-Kantenreinigung hält die Auslaufkante des Steigrohres von Ablagerungen frei und unterbindet dadurch wirkungsvoll mechanisch bedingte Schwankungen in der Dosiermenge. Dies erhöht die Dosiergenauigkeit. Ebenso verbessert die Pressrestkorrektur die Konstanz des Dosiergewichtes.

Strukturgussteile nehmen in ihrer Anwendung meist eine tragende Funktion ein und sind somit sicherheits- beziehungsweise Crash-relevant. Aufgrund dieser besonderen Beanspruchung sind die Anforderungen an Festigkeit und Dehnung der Gussstücke besonders hoch. Wichtig ist daher eine hohe Qualität der Schmelze mit geringem Gehalt an Wasserstoff oder oxydischen Verunreinigungen. Um diesen Anforderungen Rechnung zu tragen, hat die StrikoWestofen Group eine Vielzahl von neuen Technologien auf den Markt gebracht. Diese steigern zusätzlich die Prozesssicherheit und Dosiergenauigkeit der Anlagen nachhaltig.

Erhöhte Dosiergenauigkeit


Eine hochgenaue Dosierung der Metallmenge erfordert es, das Dosiergewicht mehrmals am Tag anzupassen. Die neu entwickelte und zum Patent angemeldete Pressrestkorrektur von StrikoWestofen automatisiert diesen Vorgang: Sie passt das Dosiergewicht ständig und automatisch dem Gießprozess an, so dass die Pressreste innerhalb des individuell definierten Toleranzbandes verbleiben. „Unser System erreicht eine nachhaltig verbesserte Prozesssicherheit und vermeidet Fehleinstellungen des Dosiergewichtes“, erklärt Rudolf Riedel, Geschäftsführer der StrikoWestofen Group. „Darüber hinaus können mit der Pressrestkorrektur auch andere empirische Einstellparameter der Dosiersteuerung automatisch optimiert werden. Dazu gehört die sogenannte Ofenraumkorrektur, welche die Dosiermengenabnahme mit leerer werdendem Ofen kompensiert. Aber auch die Nachfüllkorrektur, mit der die Dosiermenge beim Befüllen des Westomat-Dosierofens korrigiert wird, muss hier genannt werden.“ In der Gießereipraxis wurden bereits Dosiergenauigkeiten von plus/minus 0,8 Prozent erreicht

Je nach verarbeiteter Legierung können sich im Gießereibetrieb zudem Anhaftungen aus erkaltender Schmelze an der Kante des Steigrohres aufbauen. Diese lassen sich über die Pressrest-Korrektur kompensieren. Trotzdem müssen die Ablagerungen von Zeit zu Zeit entfernt werden, um eine stets genaue Dosierung zu gewährleisten. „Bisher wurden diese in einem zusätzlichen Arbeitsschritt manuell von einem Mitarbeiter des Gießereibetriebes entfernt“, erklärt Riedel die gängige Praxis. „Um diesen Arbeitsschritt zu rationalisieren, und die Dosiergenauigkeit zu verbessern, bieten wir eine neue pneumatische Steigrohr-Kantenreinigung an. Sie empfiehlt sich besonders dann, wenn Steigrohre schlecht zugänglich sind.“ Bei dem zum Patent angemeldeten System bläst ein kurzer Druckluft-Impuls auf die Kante des Steigrohres und zertrennt den Aluminiumfaden. Die Einbindung der Steuerungs-Parameter in die ProDos-Ofensteuerung garantiert eine hochgenaue Terminierung des Impulses. Da das Dosierrohr ein Verschleißteil des Ofens ist, wurden die Düsen der Reinigungseinheit konstruktiv für eine einfache Montage und Demontage ausgelegt. Die Einstellparameter des Druckluftimpulses sind abhängig von Dosiermenge und -druck. Das System ist als optionale Erweiterung für alle Westomat-Dosierautomaten erhältlich und kann zusätzlich bei allen bestehenden Systemen nachgerüstet werden.

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