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Foundry Corporate News - Unsichtbar

22. Dezember 2010

Foundry-Planet zu Besuch in der Schweiz beim Trockeneisstrahlanlagen-Hersteller ASCOjet

Einen der führenden Anbieter von Trockeneisstrahlanlagen hat Foundry-Planet in seinem Headquarter in der Schweiz besucht und konnte sich vor Ort ein Bild von der Leistungsfähigkeit dieses Unternehmens machen.

ASCOJET steht für die Trockeneisstrahlabteilung der ASCO Kohlensäure AG, welche seit drei Jahren zur Messer-Group gehört, einem international tätigen Industriegase-Unternehmen.

Als Hersteller von CO2-Produktions- und CO2-Rückgewinnungsanlagen sowie Lieferant von CO2- und Cyrogenen Tanks und weiterem Equipment verfügt ASCO seit über 80 Jahren über ein umfangreiches Wissen, was das Thema Kohlensäure anbelangt.

Dieses Wissen findet sich heute auch in den leistungsfähigen Trockeneisstrahlanlagen wieder, die ASCO in mehreren Modelvarianten und für diverse Märkte produziert. Bereits vor über 15 Jahren hat ASCO die Trockeneisstrahltechnologie zur Marktreife entwickelt und seitdem die Produkte stetig verbessert.

In einem modernen, hellen Industriekomplex mit viel Glas und in unmittelbarer Nähe zum Bodensee entwickelt, produziert und vertreibt ASCO weltweit die Anlagen zum Trockeneisstrahlen und die auf diverse Anwendungsgebiete abgestimmte, umfangreiche Zubehörpalette. Weitere Standorte sind in Frankreich und Neuseeland.

Dass Qualität und Funktionalität in diesem Haus groß geschrieben werden, merkt man bereits, sowie man das Firmengebäude in Romanshorn (Schweiz) betritt. Hier wurde bei der Gestaltung der Arbeitsumgebung ebenso viel Wert darauf gelegt, wie bei den Produkten selbst.

Helle Büros, großzügige Produktions- und Lagerflächen schaffen ein Arbeitsklima, welches sicher ebenso zum Erfolg dieser Marke beigetragen hat, wie der für Schweizer typische ausgeglichene Charakter und die Zielstrebigkeit der Mitarbeiter.

Bei einer extra für unseren Mann vor Ort stattfindenden ausführlichen Demonstration bewies ASCO die Besonderheiten des Trockeneisstrahlens gegenüber den herkömmlichen Strahlmethoden.

Die nicht abrasive Wirkungsweise ist sicher der wichtigste Vorteil dieses Verfahrens, wenn es zum Beispiel um die Reinigung von Kernkästen oder Werkzeugen geht. Die Formen müssen vor der Reinigung weder ausgebaut, noch abgekühlt werden.

Ob im Grauguss, im Druckguss, Cold-Box oder Hot-Box, diese Technologie ist eigentlich überall einsetzbar. Kokillen können völlig ungiftig und umweltneutral von Rückständen befreit werden.

Weitere Vorteile sind, dass diese Methode chemisch inert, elektrisch nicht leitend, nicht brennbar und nicht korrosiv ist.

Wie funktioniert diese Technik? Trockeneis geht bei Umgebungsdruck ohne Verflüssigung direkt vom festen in den gasförmigen Zustand über. Die Trockeneispartikel werden über Druckluft auf etwa Schallgeschwindigkeit beschleunigt und direkt auf das zu reinigende Bauteil gestrahlt.

Die zu entfernende Schicht wird beim Aufprall des Strahlmittels lokal unterkühlt und versprödet dabei. Wegen der unterschiedlichen Wärmeausdehnungskoeffizienten von Schmutzschicht und Bauteil entstehen zwischen beiden Schichten thermische Spannungen. Diese verursachen die entscheidende Mikrorissbildung in der Schmutzschicht. Nachfolgende Trockeneispartikel dringen in die Sprödrisse ein und sublimieren beim Auftreffen schlagartig. Das Trockeneis wird gasförmig und vergrößert dabei sein Volumen um etwa das 700 bis 1000fache. Dabei wird die Verunreinigung von der Oberfläche weggesprengt.

Da Trockeneis relativ weich ist, werden die Oberflächen nicht beschädigt. Selbst extrem empfindliche Elektrobauteile, wie beispielsweise Platinen, werden auf diese Weise gereinigt, womit auch bewiesen ist, dass eine Schädigung des Strahlguts äußerst gering, bzw. eigentlich gar nicht gegeben ist.

Selbst kleinste Geometrien können schädigungsarm und ohne Demontage bearbeiten werden. Und da das CO2 nach dem Aufprall gasförmig wird, ist ein weiterer Vorteil, dass nach der Bearbeitung kein Reinigungsmedium zur Entsorgung zurückbleibt.

Trockeneisstrahlen ist eine hervorragende Strahlmethode. Bleibt die Frage nach dem Bezug der Pellets. Da Trockeneis effizientere und schnellere Reinigungsresultate erzielt, wenn es frisch ist, hat sich ASCO für zwei Konzepte entschieden, aus denen der Kunde auswählen oder diese auch miteinander kombinieren kann.

Zum einen steht der Bezug fertiger Pellets bei lokalen Trockeneislieferanten und Gasfirmen zur Verfügung. Zum anderen bietet sich bei einem regelmäßigen Verbrauch aber auch eine eigene Trockeneisproduktion an, zu der die Firma auch entsprechende Trockeneisproduktionsmaschinen mit verschiedenen Kapazitäten liefert. Laut Marco Pellegrino, dem Leiter DryIceBlasting bei ASCO, ist bei beiden Varianten vor allem die Qualität der Lagercontainer für das Trockeneis entscheidend. Denn mit den Containern wird ein wichtiger Beitrag für die Qualitätserhaltung zwischen der Produktion und dem Verbrauch der Pellets geleistet.

In Europa wird das Thema Trockeneisstrahlen bereits mit der Marke ASCOjet assoziiert. Seit Mitte diesen Jahres wird nun auch zusammen mit dem Partner Grand Northern Products der nordamerikanische Markt erobert. Foundry-Planet ist sich sicher, dass bald auch noch der Rest der Welt folgen wird.

auch verfügbar in


 

 

Klicken Sie hier für weitere Informationen und Kontakt zu ASCO Carbon Dioxide Ltd. in unserem Lieferantenverzeichnis

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