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22. August 2017

ISO/TC 306 "Foundry Machinery" erfolgreich gestartet

ISO/TC 306 "Foundry Machinery" erfolgreich gestartet

Acht ISO-Mitgliedsländer werden aktiv im neuen ISO/TC 306 "Foundry Machinery" mitarbeiten. China wird bis auf weiteres das ISO/TC 306 führen.

In 2014 konfrontierten chinesische Experten des SAC/TC 186 "Foundry Technology" den DIN-Normenausschuss Maschinenbau im VDMA mit der Idee, die Standardisierung von Gießereimaschinen zukünftig auf ISO-Ebene zu diskutieren. Daraufhin setzte ein intensiver Meinungsaustausch der VDMA-Branchenfirmen ein. Das Ergebnis war eindeutig: Die deutsche Seite unterstützt das chinesische Vorhaben, wenn die europäischen Standards berücksichtigt werden.

Winfried Resch vom DIN-Normenausschuss Maschinenbau im VDMA und Sekretär des europäischen CEN/TC 202 "Sicherheit von Gießereimaschinen" traf sich daraufhin mit Vertretern des SAC/TC 186 zu Vorgesprächen in Shanghai (April 2015), Beijing (März 2016, anlässlich der M+M China) und in Jinan (Juli 2016, anlässlich der China Die Casting).

Im Vorfeld des ersten Treffens wurde auch der europäische Verband CEMAFON (European Foundry Equipment Suppliers Association) eingebunden. Auch hier gab es letztendlich ein klares Votum, die ISO-Standardisierung zu unterstützen. Neben Deutschland, signalisierten die Vertreter aus Dänemark, Großbritannien, Italien und der Schweiz ihre Zustimmung. Auch hier erfolgte die Zustimmung unter der Maßgabe, dass insbesondere die europäischen Sicherheitsstandards EN 710 "Form- und Kernherstellungsmaschinen", EN 869 "Druckgießmaschinen" und EN 1248 "Strahlanlagen" auf ISO-Ebene als Entwurfsdokumente eingebracht und diskutiert werden.

Nachdem aus Europa Zustimmung signalisiert wurde, stellte die chinesische Seite bei ISO den Antrag auf Gründung eines neuen technischen Komitees (TC). Eine der Voraussetzungen, ein neues ISO-TC zu gründen, ist die Zustimmung von mindestens fünf sogenannten "P-member". Die Umfrage verlief erfolgreich und hatte zum Ergebnis, dass acht ISO-Mitgliedsländer das TC unterstützen, also aktiv im neuen ISO/TC 306 "Foundry Machinery" mitarbeiten wollen:

United Kingdom (BSI) Germany (DIN), Denmark (DS), Japan (JISC), China (SAC), Switzerland (SNV), Thailand (TISI), Italy (UNI).

Neben den P-member ergab die Abstimmung noch 17 "O-member" (Observer):

France (AFNOR), Bulgaria (BDS), India (BIS), Bangladesh (BSTI), Mexico (DGN), Malaysia (DSM), Egypt (EOS), Argentina (IRAM), Iran, Islamic Republic of (ISIRI), Mongolia (MASM), Hungary (MSZT), Netherlands (NEN), Greece (NQIS ELOT), Slovakia (SOSMT), Spain (UNE), Czech Republic (UNMZ), Zambia (ZABS).

O-member können die Standards, die entwickelt werden, mit Kommentaren und Ratschlägen begleiten. Während die P-member aktiv an der Erarbeitung der Standards mitwirken und an deren Abstimmung in verschiedenen Entwicklungsstadien teilnehmen.

In der Regel wird dem beantragenden Land auch die Sekretariatsführung zugesprochen. China wird also bis auf weiteres das ISO/TC 306 wie folgt führen:

Vorsitzender:
Shoumei XIONG, Tsinghua University, Beijing

Sekretär:
Supei DING, Jinan Foundry & Metalforming Machinery  Research Institute Co., Ltd.

Am 27. und 28. Juni 2017 fand die Gründungssitzung des ISO/TC 306 "Foundry Machinery" in Jinan statt. Vier der acht P-member waren durch Delegierte vertreten. Diskutiert wurde der Businessplan des TC's und es wurden neun Resolutionen verabschiedet. Die wichtigsten Resolutionen betrafen die Struktur des TC's, d.h. die Aufteilung in Arbeitsgruppen (WG's). Das ISO/TC 306 wird sich zu Beginn mit folgenden Themen befassen:

  • WG 1, Terminologie (Vorsitzender und Sekretär aus China)
  • WG 2, Sicherheitsanforderungen an Form- und Kernherstellungsmaschinen (Vorsitzender: Rudolf Wintgens, Sekretär: Winfried Resch)
  • WG 3, Sicherheitsanforderungen an Druckgießmaschinen (Vorsitzender: Dr. Norbert Erhard, Sekretär: Winfried Resch)

Das ISO/TC 306 trifft sich einmal im Jahr zum "Plenary Meeting". Gastgeber der zweiten Sitzung (2018) wird Deutschland sein. Die Sitzung wird im VDMA-Haus in Frankfurt stattfinden.

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