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Foundry Daily News

29. September 2016

Rheinmetall Automotive auf der IAA in Hannover

Rheinmetall Automotive auf der IAA in Hannover

Neues Kolbensystem erzielt ein Fünftel weniger Reibung

Im Zuge der notwendigen Verringerung von Verbrauch und CO2-Ausstoß kommt der Reduzierung von Reibungsverlusten besonders bei Nutzfahrzeugen eine wachsende Bedeutung zu. In den letzten Jahren hat der Automobilzulieferer Rheinmetall Automotive (vormals KSPG) deshalb seine Systemkompetenz in diesem Bereich konsequent ausgebaut. Das Ergebnis: Über sein TochterunternehmenKS Kolbenschmidt erzielt der Spezialist bei einem neuen reibreduzierten Kolbensystem um 20 Prozent verbesserte Reibwerte gegenüber derzeit im Einsatz befindlichen Systemen des aktuellen Modelljahres 2016. Als ergänzenden Effekt ermöglicht die verminderte Höhe der neuen Kolbenbaugruppe auch eine zusätzliche Reduzierung der Gesamtmasse des Motors.

Möglich wurde diese deutliche Verbesserung durch den Einsatz eines umfassenden Maßnahmenbündels. Auf diese Weise sinken bei gleichbleibend niedrigem oder teilweise sogar verbessertem Ölkonsum nicht nur Kraftstoffverbrauch und Emissionen bei On- und Off-Roadmotoren. Die Verbesserung kommt genauso den Betriebskosten der Flottenbetreiber und nicht zuletzt auch der Umwelt zugute.

Eine Schlüsselrolle bei der erzielten Reibleistungsreduzierung spielt ein komplettes, maßgeschneidertes Kolbensystem bestehend aus Kolben, Kolbenringen, Zylindern, Bolzen und Pleuel. Dieses optimierte Gesamtsystem wird in Bezug auf seine Geometrie, Oberflächenbeschaffenheit, Form und Beschichtung minutiös entsprechend den geforderten Einsatzbedingungen aufeinander abgestimmt.

Die Tribologie der einzelnen Komponenten und deren Optimierung im Zusammen-spiel ist eine komplexe Aufgabe mit einer Vielzahl von Wechselwirkungen. Um die relevanten Messgrößen im Motorbetrieb sicher zu erfassen, wurde daher von KS Kolbenschmidt eigens ein spezieller Reibleistungsprüfstand entwickelt. In die Systemintegration bezieht das Unternehmen zudem gleitgehonte Zylinder aus einer Kooperation mit GKN Cylinder Liners ein. Hinzu kommen spezielle reibungsarme Kolbenringe, die gemeinsam mit dem Allianzpartner Riken entwickelt werden.

Quelle: Rheinmetall

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