Partner

Jeder kann Oberflächen strahlen | Wheelabrator kann viel mehr.

Von Tradition zu strategischer Stärke: Wie Wheelabrator in drei Jahren strategischen Fokus in messbare Performance verwandelt hat.

Lesedauer: min | Bildquelle: Wheelabrator
Von: Oanh Larsen

Vor drei Jahren traf Wheelabrator eine bewusste Entscheidung: einen Schritt zurückzugehen, um nachhaltig nach vorne zu wachsen.

Mit mehr als einem Jahrhundert industrieller Tradition vereint das Unternehmen tiefgehende technische Expertise mit einer weltweit installierten Basis. Über die Zeit brachte dieses Erbe jedoch auch eine zunehmende Komplexität mit sich: ein äußerst breites Produktportfolio, regionale Varianten sowie kritisches Know-how, das stark auf einzelne Personen konzentriert war. Zwar vertrauten die Kunden weiterhin auf die Technologie, doch die Geschäftsabwicklung war schrittweise komplexer geworden als notwendig. Diese Erkenntnis markierte den Ausgangspunkt für eine fokussierte und disziplinierte Transformation.

Eingeleitet wurde dieser Wandel unter der Führung von Lars Priess, der in einem entscheidenden Moment die strategische Richtung klar definierte. Vor knapp zwei Jahren verstärkte Magda Höltke das Führungsteam von Wheelabrator und brachte zusätzliche strategische wie operative Schärfe in den Transformationsprozess ein. Gemeinsam spielten sie eine zentrale Rolle dabei, strategische Absichten konsequent in operative Umsetzung zu überführen. Ihr Führungsansatz beschleunigte die Portfolioklarheit, die organisatorische Ausrichtung sowie eine deutlich stärkere Kundenorientierung – und verankerte damit den Wandel von historisch gewachsener Komplexität hin zu strukturierter, skalierbarer Performance im gesamten Unternehmen.

Anstatt isolierte Funktionen zu optimieren, nahm Wheelabrator die gesamte Wertschöpfungskette in den Blick – vom ersten Kundenkontakt über Engineering, Fertigung und Auslieferung bis hin zum Aftermarket-Service. Das Ziel war klar und konsistent: messbaren Kundennutzen durch Transparenz, Geschwindigkeit und Planbarkeit zu schaffen.

Von Portfolio-Breite zu strategischer Klarheit

Einer der frühesten und zugleich entscheidendsten Schritte war die Neuausrichtung des Portfolios. Das Turbinenportfolio wurde in drei klar definierte Produktfamilien strukturiert. Parallel dazu wird das Maschinenportfolio in acht klar abgegrenzte Maschinenfamilien mit insgesamt 34 Maschinentypen überführt.

Dabei ging es nicht um eine Reduktion von Leistungsfähigkeit, sondern um deren gezielte Neustrukturierung. Eine klare Anwendungslogik und präzise Wertversprechen erleichtern Kunden heute die Orientierung. Intern ermöglicht diese Klarheit schnellere Angebotsprozesse, effizienteres Engineering, schlankere Produktionsabläufe und eine stärkere digitale Integration.

Entscheidend ist: Diese Standardisierung erfolgte nicht auf Kosten der Individualisierung. Durch die Standardisierung von Plattformen, Systemdesign und Engineering-Kompetenz wurde eine robuste, skalierbare Basis geschaffen, während auf Anwendungsebene volle Flexibilität erhalten bleibt. Prozessparameter, Verschleißschutzkonzepte, Automatisierungslösungen, Strahlmittelstrategien sowie digitale Integrationskonzepte lassen sich weiterhin gezielt an spezifische Kundenanforderungen anpassen.

Das Ergebnis ist ein ausgewogenes Zusammenspiel aus Zuverlässigkeit und Individualität: standardisiert dort, wo Effizienz entsteht, maßgeschneidert dort, wo Performance entscheidet.

Paradigmenwechsel: Kunst raus. Wissenschaft rein.

Ein prägnanter kultureller Wandel lässt sich in vier Worten zusammenfassen: Art out. Science in. Wo Lösungen

 früher stark von individueller Erfahrung und Versuch-und-Irrtum-Ansätzen geprägt waren, arbeitet Wheelabrator heute deutlich datengetriebener, strukturierter und wissenschaftlich fundierter. Systematische Tests, Materialanalysen und digitale Erkenntnisse ersetzen zunehmend Intuition, reduzieren Unsicherheiten und verankern Lernprozesse nachhaltig im Unternehmen.

Dieser Wandel wird besonders im hochmodernen Testzentrum und in den Laboreinrichtungen sichtbar. Kunden können Prozesse, Materialien und Konfigurationen unter realen Betriebsbedingungen validieren, bevor Investitionsentscheidungen getroffen werden. Moderne Materialwissenschaft macht Verschleiß von einer akzeptierten Begleiterscheinung zu einer aktiv steuerbaren Variable und trägt dazu bei, die Lebensdauer von Komponenten gezielt zu optimieren. Testen ist damit nicht länger eine unterstützende Funktion, sondern integraler Bestandteil der Lösungsentwicklung.

Historische Stärke neu genutzt

Die Transformation bedeutet nicht, die Vergangenheit hinter sich zu lassen, sondern historische Stärken moderner und skalierbarer einzusetzen. Tiefgehendes Anwendungswissen und Engineering-Kompetenz bleiben zentrale Pfeiler. Gleichzeitig sorgen klarere globale Strukturen, gestärkte Teams und aktive Nachfolgeplanung für eine agilere und kooperativere Organisation.

Wheelabrator agiert heute mit einem stärkeren Fokus auf wiederholbare, standardisierte Lösungen anstelle individueller Einzelfalllösungen.

Auch die Forschung und Entwicklung hat sich neu ausgerichtet: weg von projektspezifischen Experimenten, hin zur Lösung branchenübergreifender Kundenherausforderungen mit klar messbarem Einfluss auf die Total Cost of Ownership. Im Fokus stehen dabei insbesondere Strahlmittelverbrauch, Komponentenlebensdauer und Energieeffizienz.


Digitalisierung als Beschleuniger

Die Digitalisierung verstärkt diese Entwicklung zusätzlich. Mit Monitizer, der IIoT-Plattform von Norican, die in Wheelabrator-Maschinen integriert ist, erhalten Kunden Echtzeit-Transparenz über ihre Prozesse und datenbasierte Entscheidungsgrundlagen.

Durch die gezielte Betrachtung zentraler Kostentreiber wie Energieverbrauch, Verschleiß, Anlagenverfügbarkeit und Wartungsbedarf unterstützt Monitizer planbare Betriebsabläufe und eine nachhaltige Prozessoptimierung.

Messbare Wirkung

Verbesserte Projektdisziplin, klarere Spezifikationen und eine stärkere Portfoliofokussierung haben Margenverluste reduziert und die Liefertreue erhöht. Nach früheren Herausforderungen kehrte das Maschinengeschäft durch gesteigerte Umsetzungsqualität – nicht durch Preiserhöhungen – in die positive Performance zurück.

Für Kunden bedeutet dies: klarere Kommunikation, höhere Planbarkeit und lebenszyklusorientierte Lösungen.

Ein anderes Wheelabrator heute

Kunden, die nach mehreren Jahren zurückkehren, erkennen weiterhin das industrielle Erbe – erleben jedoch ein verändertes Unternehmen: moderner, geschäftlich zugänglicher, transparenter, datengetriebener und besser gerüstet, um stabile und erfolgreiche Produktionsumgebungen zu unterstützen.

Drei Jahre nach Beginn der Transformation hat Wheelabrator Komplexität in Klarheit und Tradition in strategische Stärke verwandelt. Die Richtung ist klar definiert: End-to-End-Effektivität, wissenschaftliche Präzision und langfristige Partnerschaften.

Jeder kann Oberflächen strahlen. Wheelabrator kann viel mehr.

Firmeninfo

Wheelabrator Group Ltd.

22 Edward Court
WA14 5GL Altrincham

Telefon: +44 161 928 6388

[323]
Socials