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Große Druckgusspläne bei Tesla

Die aktuelle Ausgabe der Fachzeitschrift SAE Automotive Engineering beschäftigt ausführlich mit Plänen für die effizientere Produktion des Tesla Model Y mit der Hilfe von riesigen Druckguss-Zellen, von denen auch Musk schon geschwärmt hat: Damit bereite Tesla „den nächsten Schritt beim Einsatz von Aluminium für Autos“ vor schwärmte der CEO.

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Es seien die hausgroße Druckgießzellen, die Tesla aus Italien von IDRA schon hat.

Zwei dieser Giga-Pressen habe Tesla bestellt, die erste werde wohl bald installiert. Voraussichtlich zuerst im Elektroauto-Stammwerk Fremont und in der neuen Gigafactory in China will Tesla damit ein Heck-Teil aus einem Stück gießen, das beim Model Y bislang aus 3 Elementen und beim Model 3 sogar aus um die 70 Stücken zusammengesetzt ist.

Für das Automotive Engineering ist das ein bedeutender Schritt: Auch andere Hersteller arbeiten mit Aluminium  um Gewicht zu sparen, aber Tesla-Chef Musk sei für große Versprechen bekannt und in diesem Fall würden Experten seiner Aussage zustimmen, dass das Riesen-Gussteil für das Model Y als revolutionär anzusehen sei.

Die Zeitschrift zitiert dazu auch den Industrie-Berater Sandy Munro, der in letzter Zeit mit viel Lob für Musk und seine Elektroautos in Tesla-Kreisen bekannt und beliebt geworden ist. Schon in der jetzigen Form gehörten die Gussteile für das Heck des Model Y zu den größten überhaupt, sagte er in einem Podcast zusammen mit dem Tesla-Chef. Mit dem Umstieg auf „Mega-Guss“ vergrößere Tesla seinen Vorsprung in dieser Hinsicht noch.


Noch mehr ganze Bauteile mit der Giga-Presse

Nach Angaben von IDRA ist Tesla der erste Kunde für seine knapp 20 Meter lange 5 Meter hohe und 400 Tonnen schwere Giga-Presse OL 6100 CS, die zudem noch einmal verstärkt wurde. 30 Prozent Platz im Presswerk kann Tesla durch die Reduzierung auf ein einziges Guss-Teil für den Heck-Rahmen sparen und damit könnte eine Senkung der Arbeitskosten um 20 Prozent gelingen.

Laut CEO Musk soll auch das Model 3 früher oder später mit großen Gussteilen produziert werden, einstweilen aber müsse Tesla mit den Fehlern bei dessen Konstruktion leben. Spätestens aus der deutschen Gigafactory aber dürfte auch der Basis-Tesla teils aus einer Giga-Presse kommen, denn die Abläufe und Maschinen dafür kann Tesla frei neu festlegen und es wird ebenfalls schon darüber nachgedacht, auch die Front des Model Y aus einem Stück zu gießen.
 

Quelle: Teslamag, SAE Automotive Engineering

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