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Mit der FLECS Technologies Kosten reduzieren und rechtskonform Zölle sparen

Wie smarte Maschinenbauer beim Export neu kalkulieren

Lesedauer: min | Bildquelle: Foundry-Planet GmbH
Von: Thomas Fritsch, Chief Editor

Während der Zollstreit mit den USA in vollem Gange war, hörte ich von einem Start-up aus dem Umfeld der Hochschule Kempten im Allgäu. Mit einer eigens entwickelten App soll es Maschinenbauern im Exportgeschäft möglich sein, Zölle auf wesentliche Teile der Software rechtskonform  zu umgehen. Das machte mich neugierig.

Der europäische Maschinen- und Anlagenbau steht unter erheblichem Druck. Geopolitische Unsicherheiten, neue Zölle und steigender internationaler Wettbewerb zwingen die Unternehmen dazu, ihre Geschäftsmodelle neu zu denken. Gleichzeitig wächst die Bedeutung der Digitalisierung weit über die reine Vernetzung hinaus: Software begleitet heute den gesamten Lebenszyklus einer Maschine und wird zum entscheidenden Differenzierungsfaktor.

Genau hier setzt die FLECS Technologies GmbH an. Das junge Unternehmen hat mit dem Flex-App-Store ein Modell entwickelt, das die Trennung von Hardware und Software ermöglicht – vergleichbar mit dem Smartphone-Prinzip. Maschinenbauer können ihre Anlagen mit einer Basissoftware ausliefern und alle weiteren Funktionen, Erweiterungen oder Updates sicher über den App-Store bereitstellen. Damit entfällt die veraltete Praxis von USB-Sticks oder CDs, die sowohl sicherheitskritisch als auch kostenintensiv ist.

Getrennte Softwarebereitstellung – und wie es funktioniert:
Mit FLECS können Maschinenbauer die Systemsoftware vom physischen Produkt entkoppeln und separat über einen eigenen App-Store digital bereitstellen – rechtskonform, skalierbar und exakt auf den Kunden zugeschnitten.

  1. Die Maschine wird in Deutschland vollständig getestet.

  2. Die Software wird als App im App-Store bereitgestellt (zugänglich nur für den jeweiligen Kunden).

  3. Der Kunde kauft die Software separat im Zielland – entweder vor Versand oder vor Ort über den geschützten App-Store.

  4. Nach dem Kauf erhält der Kunde einen gesicherten, exklusiven Downloadlink.

  5. Die Maschine wird mit Basissoftware exportiert und verzollt.

  6. Die Maschine wird im Zielland aufgebaut.

  7. Die Software wird über den App-Store heruntergeladen und auf der Maschine installiert.

  8. Die finale Inbetriebnahme erfolgt vor Ort beim Kunden.


US-Zölle sind kein Thema mehr
Der Nutzen für die Branche ist vielschichtig. Zum einen erlaubt das Modell die schnelle und sichere Aktualisierung von Maschinen weltweit, ohne dass teure Servicetechniker vor Ort notwendig sind. Zum anderen eröffnet der App-Store völlig neue digitale Modelle – vom Abo-Service bis hin zu temporären Zusatzfunktionen.

Hinzu kommt ein nicht zu unterschätzender Vorteil im Exportgeschäft: Wird Software nicht physisch, sondern als Download ausgeliefert, greift das WTO-Moratorium, das solche „nicht verkörperten“ Lieferungen von Zöllen befreit. Damit lassen sich Importabgaben reduzieren und Kosten im internationalen Geschäft deutlich senken. Die FLECS-Firmengründer haben das Modell von der IHK Schwaben, einer Steuerkanzlei und der Beratungsfirma EY prüfen lassen. Alle bestätigten, dass keine Zölle auf die Software anfallen, wenn diese rein elektronisch übertragen wird.

FLECS Technologies hat das Modell bewusst so gestaltet, dass Maschinenbauer die volle Kontrolle über ihre Kundenbeziehungen behalten. Der App-Store kann als White-Label-Lösung in nur wenigen Wochen eingeführt werden und stärkt die Wettbewerbsfähigkeit sowohl durch Einsparungen als auch durch flexiblere Geschäftsmodelle. Erste Referenzen aus der Verpackungs- und Prozessindustrie belegen das Potenzial, auch wenn viele Unternehmen den Schritt in die Öffentlichkeit noch scheuen.

Langfristig verfolgt FLECS eine noch größere Vision: die Virtualisierung von Steuerungen und den Aufbau von „Industrial Control as a Service“. Dadurch könnten Maschinen nicht nur effizienter betrieben, sondern auch leichter mit neuen Technologien wie KI-Tools vernetzt werden. Für den Maschinenbau eröffnet sich damit ein Weg, die Herausforderungen der Globalisierung und der Digitalisierung gleichzeitig zu bewältigen – und Software endlich als eigenständige Wertquelle zu nutzen.

FLECS Technologies GmbH mit Patric Scholz (Marketing und Vertrieb), Samuel Greising (Produktmanager) und Alexander Reichert (CTO) freuen sich auf Ihr Interesse.

Quelle: https://flecs.tech/de/ressourcen/ueber-uns/

Patric Scholz: patric(at)flecs.tech 

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