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Röders erhält Forschungsförderung für Engagement beim Klimaschutz

G.A.Röders erhält 140.000 Euro Fördergelder vom Bund für klimafreundlichen Wasserstoff-Ofen.

Gesamtinvestitionen in Zukunftstechnologien von rund 300.000 Euro geplant.

Explodierende Energiepreise setzen Gießerei massiv unter Druck.

Energiekosten werden in 2022 um zwei Millionen Euro steigen.

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  • G.A.Röders erhält 140.000 Euro Fördergelder vom Bund für klimafreundlichen Wasserstoff-Ofen.
  • Gesamtinvestitionen in Zukunftstechnologien von rund 300.000 Euro geplant.
  • Explodierende Energiepreise setzen Gießerei massiv unter Druck.
  • Energiekosten werden in 2022 um zwei Millionen Euro steigen.

Die Soltauer Gießerei G.A.Röders freut sich, gemeinsam mit weiteren klimaschutzbewussten Unternehmen den ersten Wasserstoff-betriebenen Tiegelschmelzofen für Aluminium zu entwickeln. Dieses ambitionierte, insgesamt über 3 Mio. € teure, Vorhaben unterstützt das Ministerium für Wirtschaft und Klimaschutz mit Fördergeldern in Höhe von1,5 Mio €. Davon erhält Röders 140.000 Euro. „Darüber hinaus werden wir als Gießerei selbst rund 150.000 Euro in die Hand nehmen, um noch energieeffizienter wirtschaften zu können. Mit dem mit Wasserstoff betriebenen Ofen möchten wir als G.A. Röders Vorreiter in unserer Branche für den Klimaschutz werden“, berichten die beiden Geschäftsführer Gerd und Andreas Röders. Im Rahmen dieses Projekts wird Röders also insgesamt knapp 300.000 Euro in klimafreundliche Forschung investieren.

Dabei hilft, dass das Institut für Schweißtechnik an der Universität Braunschweig mit dem Leichtmetallzentrum eine Außenstelle in Soltau betreibt. Neben G.A.Röders und der Universität Braunschweig sind auch die Unternehmen Bohai TRIMET Automotive, ChemTrend, der Datenspezialist Netco Professionals, sowie Neo hydrogen Sensors als Hersteller des Wasserstoffbrenners beteiligt. Auch diese Unternehmen investieren über 1 Mio € in das Forschungsprojekt.

Über die Entwicklung des neuen Wasserstoff-Ofens hinaus sollen auch alle anderen Energieverbräuche und der Co2 Fussabdruck mit Hilfe künstlicher Intelligenz optimiert werden. „Für Röders ist es eine der interessantesten Forschungsarbeiten in den letzten Jahren und wir hoffen, so in einigen Jahren nicht mehr auf Gas angewiesen zu sein“, bestätigt Gerd Röders.

Damit führt die G.A.Röders konsequent den bereits vor längerer Zeit eingeschlagenen Weg des Unternehmens in Richtung Nachhaltigkeit fort. Schon seit über zwei Jahren bezieht G.A.Röders für seine deutschen Standorte ausschließlich Ökostrom. Auch für das Gas, das überwiegend zum Schmelzen von Aluminium genutzt wird, zahlt die Firma eine freiwillige CO2-Ausgleichsabgabe, um weitgehend klimaneutral zu produzieren. Gerd und Andreas Röders wollen so mit ihrem Unternehmen einen Beitrag leisten, um den Klimawandel zu stoppen. Dazu tragen auch die eigenen Solaranlage und das zertifizierte Energiemanagementsystem bei.


Aktuell machen sich die Inhaber von G.A.Röders allerdings erhebliche Sorgen hinsichtlich der explodierenden Energiepreise. „Für unsere drei Standorte in Deutschland und der Tschechischen Republik werden sich die Energiekosten im Jahr 2022 um über zwei Millionen Euro verteuern“, so Andreas Röders. „Es wird schwer, diese Mehrkosten an unseren Kunden weiterzureichen, da es sich oft um große Konzerne der Automobil- und Luftfahrtindustrie handelt.“ Deswegen seien die angekündigten Unterstützungen für die energieintensive Industrie beim Wandel von fossiler zu regenerativer Energie dringend notwendig, „andernfalls werden Tausende Arbeitsplätze und das damit verbundene Knowhow aus Deutschland für immer verschwinden. Für uns stellen die Energiepreise eine noch größere existenzielle Bedrohung dar als die Coronapandemie.“

Tatsächlich investieren nach Informationen der WirtschaftsVereinigung Metalle schon jetzt die energieintensiven Unternehmen 18 Prozent weniger in neue Anlagen als notwendig wäre, um die Industrie wenigstens zu erhalten. Setzt sich dieser Trend fort, leben die Produktionsstätten von der Substanz und ihnen droht mittelfristig die Aufgabe der jeweiligen Firmenstandorte.

Über G.A. Röders

Die G.A.Röders GmbH & Co. KG wurde 1814 gegründet. Seitdem wird das Unternehmen von seinen Inhabern geführt, inzwischen in der 6. Generation. Mit 500 Arbeitskräften produzieren wir Werkzeuge, Gussteile und Fertigprodukte aus Zink, Aluminium und Kunststoff. Über 15 Ingenieure und Ingenieurinnen unterstützen die Arbeit. 10 Mitarbeiter in der Konstruktion sorgen für eine erfolgreiche Produktumsetzung.