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MEGA-GIGA-Casting: FEDA schlägt Alarm wegen Umweltrisiken und Budget

Angesichts des Trends für MEGA bzw. GIGA-Casting bei den OEMs warnt die FEDA die Regierung vor den «schädlichen Auswirkungen» dieses Gießereiverfahrens.

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In den letzten Monaten haben viele Automobilhersteller ihre Fertigungsprozesse auf MEGA bzw. GIGA-Casting umgestellt, was die Anzahl der für die Herstellung gegossenen Teile erheblich reduzierte.

 

Beim sogenannten Mega-Giga-Casting werden mittels gigantisch großer Pressen ganze Fahrzeugteile in nur einem Stück gegossen, für die normalerweise mehrere oder sogar mehrere Dutzend Komponenten einzeln gegossen und zusammengebaut werden müssen.

Unter dem Vorwand der Innovation, leichterer Montage und höherer Wettbewerbsfähigkeit wird diese Praxis in erster Linie zur Steigerung der Gewinnmargen für die Hersteller eingesetzt. Sie hat laut FEDA allerdings auch negative Auswirkungen, und zwar sowohl auf die Umwelt als auch auf die Verbraucher.

Die Risiken sind laut FEDA real und sollten bei der Entscheidung für Mega-Giga-Casting mit einkalkuliert werden

Das erste Risiko besteht darin, dass das Haushaltsbudget der Firmen durch Mega-Giga-Casting stärker belastet wird, da die Reparaturen langfristig viel teurer werden, wenn so ein "Mega-Giga-Teil" ausgetauscht werden muss. Folglich kann bei zu stark beschädigten Fahrzeugen die Reparaturfähigkeit nicht mehr gewährleistet werden.

Das zweite Risiko liegt in der Gefahr von umweltschädlichen Auswirkungen. An dieser stellt sich die Frage: Ist es ökologisch sinnvoll, ganze Fahrzeugblöcke zu gießen, was viel mehr Material und Energiekosten verschlingt?

Die FEDA ist deshalb der Ansicht, dass Mega-Giga-Casting die seit langen andauernden Bemühungen der Unternehmen beeinträchtigen kann, wenn es darum geht, den Haushalten mehr Kaufkraft zu verschaffen (Liberalisierung der Ersatzteile, die von der FEDA angeregt und per Gesetz umgesetzt wurde), den ökologischen Wandel in der Automobilbranche zu beschleunigen und die Reparaturfähigkeit von Fahrzeugen zu fördern.

Die FEDA fordert die Regierung deshalb dazu auf, die Risiken des Mega-Giga-Trends einzustufen und geeignete Maßnahmen zu ergreifen, damit diese Verfahren in naher Zukunft nicht Synonym für „Verschwendung“ oder „kostspielige Reparaturen“ für Autofahrer wird.


Quelle: www.feda.fr 

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